Auf zum Kirchentag!

Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Kirchentag: 1975 in Frankfurt/Main. Wir rheinischen Bläserinnen und Bläser waren im Bus angereist und besuchten gemeinsam den Abend der Begegnung, für den die gesamte Innenstadt zur Fußgängerzone wurde. So viel gab es zu sehen, zu hören und zu essen. Auf einmal war meine Gruppe weg, und ich fühlte mich plötzlich total allein inmitten der Menschenmassen. Bin dann auf gut Glück durch die Gegend gelaufen, fand zufällig unseren Bus und schlief vor seiner Tür bis zur Rückkehr der anderen. Das Motto damals: „In Ängsten – und siehe, wir leben!“
Seitdem besuche ich fast alle Kirchentage und stelle mir immer sorgfältig ein Wunschprogramm von Veranstaltungen oder Sehenswürdigkeiten zusammen. Das lässt sich nur selten komplett realisieren, aber auch „Plan B“ beglückt oft ebenso. „Einfach so drauflos“ würde ich niemandem empfehlen, zum Kirchentag zu fahren.
In Nürnberg wird meine Familie vom 7. bis 11. Juni bei einem guten Freund wohnen und mit ihm zusammen ins Geschehen starten. „Jetzt ist die Zeit“ lautet das Motto diesmal und erinnert an die Botschaft Jesu vom Reich Gottes. Neben dem geistlich-theologischen Programm gibt es auch das gesellschaftpolitische und das kulturelle, außerdem Angebote für besondere Zielgruppen und Sonderformate. Wem all das zuviel wird, kann die Kaiserburg besteigen, das Albrecht-Dürer-Haus besuchen oder die reichhaltige fränkische Gastronomie erkunden.
Wenn dieser Gemeindebrief erscheint, ist der Anmeldeschluss für die kreiskirchliche Reisegruppe längst verstrichen – aber vielleicht kann Pfarrerin Manuela Melzer (Telefon 02195/ 67 28 45) noch ein paar Tipps geben. Mit dem 49-Euro-Ticket kommt man preisgünstig und umweltschonend hin und zurück. Bei der Quartierssuche allerdings sollte man sich beeilen, es könnte voll werden…
Wir sehen uns in der St. Lorenz-, Sebaldus- oder Frauenkirche.
Jürgen Berghaus

Weitere Infos und Anmeldung:
www.kirchentag.de