Am 6. Juli fand die gemeinsame Gemeindeversammlung der Landeskirchlichen Kirchengemeinden Remlingrade-Dahlerau, Radevormwald reformiert und Radevormwald lutherisch statt.
Der erste Punkt auf der Tagesordnung war der Bericht über die Arbeit der Kirchengemeinden. Dabei wurde über die Zusammenlegung des Gemeindebriefs, der als Weihnachtsbrief der erste gemeinsame sein wird, und des Konfirmationsjahrgangs berichtet. Die 34 Konfirmanden aus allen drei Gemeinden sollen am 25. und 26. April 2026 konfirmiert werden. Des Weiteren wurde über die Besetzung der Kirchenmusikstelle berichtet. Ein Auswahlgremium aus vier Presbyteriumsmitgliedern, zwei Pfarrpersonen und der Kreiskantorin Caroline Huppert soll in einem ganztätigen Auswahlverfahren, in dem unter anderem eine öffentliche Chorprobe stattfinden soll, über einen geeigneten Kandidaten entscheiden.
Während einige Projekte in der Zusammenarbeit gut umgesetzt werden, ist im Bereich des Besuchsdiensts eine Zusammenarbeit noch nicht möglich, soll aber ab Anfang des nächsten Jahres umgesetzt werden. In Remlingrade/Dahlerau ändert sich allerdings nichts, da vor allem die Entfernung für die Ehrenamtlichen herausfordernd ist.
Innerhalb des Berichtes über die Gesamtlage der Kirche wird über Annette Cersowsky als neue Superintendentin informiert. Zusätzlich wird über die Pfarrstellenplanung für 2030 gesprochen. Diese wird regional betrachtet, allerdings sind Radevormwald/Hückeswagen gut aufgestellt, da zwei Pfarrer in 2028 berentet werden. Ein neues Netzwerk soll im Rahmen der diakonischen Arbeit unter dem vorläufigen Arbeitstitel „Diakonissen 2.0“ entstehen, indem Regionalkonferenzen zur Sammlung von Ideen durchgeführt werden.
In der Gemeindeversammlung wurde außerdem das neue Siegel, das bereits von den Presbyterien beschlossen wurde, vorgestellt. Der dahinterstehende Gedanke lautet: Aus drei wird eins, die Stadt auf der Höhe und das Tal der Wupper.
Pfarrer Dr. Jonas vom Stein hat den Vorsitz des Jugendausschusses übernommen und plant neue Kontaktflächen für Schulen aber auch besondere Gottesdienste.
Viel Redebedarf innerhalb der Gemeindeversammlung gab es zu dem Arbeitsergebnis rund um die Gebäudestrategien. Eine Kirche in der Innenstadt und die Kirche in Remlingrade sollen weiterhin für Gottesdienste, die andere Kirche in der Innenstadt soll funktional als Gemeinderaum genutzt werden. Bis dahin ist das Dietrich-Bonhoeffer-Haus als Gemeindehaus gesetzt.
In der Kirche Dahlerau finden keine Gottesdienste mehr statt. Die Gemeindehäuser Paul-Gerhardt-Haus und Herkingrade sollen mittelfristig (im Rahmen von drei Jahren) aufgegeben werden. Für das Pfarrhaus Krankenhausstraße 13 sieht die Strategie eine Nutzungsänderung vor und wird nach dem Ruhestand von Pfarrerin Melzer nicht weiter als Pfarrhaus genutzt werden.
Trotz geplanter Aufgabe muss in die Kirche Dahlerau weiterhin investiert werden, um Denkmalschutz und Verkehrssicherheit sicherzustellen. Unterschiedliche Arbeits- und Studentengruppen arbeiten an den verschiedensten Fragestellungen, um ein ganzheitliches Konzept zu erstellen.
Auch das Friedhofskonzept inklusive der Gebührenordnung soll im Rahmen der Fusion vereinheitlicht werden. Ein gemeinsamer Friedhofsausschuss hat einzelne Friedhöfe und potenzielle alternative Nutzungen für zum Beispiel bislang nicht genutzte Flächen überprüft.

