Gemeinsame Zukunft der Ev. Landeskirchlichen Gemeinden in Radevormwald

Unter der Überschrift: „Evangelisch in Radevormwald“ sitzen Vertreterinnen und Vertreter der drei evangelischen Kirchengemeinden in einer Steuerungsgruppe seit einigen Monaten regelmäßig zusammen und beraten den Prozess des Zusammenwachsens der Gemeinden.

Die Presbyterien haben beschlossen, eine pfarramtliche Verbindung einzugehen, die von der Landeskirche bereits genehmigt wurde. Das bedeutet, dass die beiden Pfarrstelleninhaber der lutherischen Gemeinde in allen drei Gemeinden Dienst tun. Außerdem wurde eine dritte Pfarrstelle in der Lutherischen Gemeinde eingerichtet, die im November ausgeschrieben wurde. Sobald diese Pfarrstelle besetzt werden kann, sind die drei Pfarrer/innen für die drei Gemeinden zuständig und teilen sich die Aufgaben in Absprache mit den Presbyterien untereinander auf.

Im Leben der drei Gemeinden gibt es schon länger und auf unterschiedlichen Arbeitsfeldern Kooperationen und gute Zusammenarbeit. Das gilt z.B. für den Bereich der Konfirmandenarbeit, diese gemeinsame Arbeit wird in den nächsten Monaten noch weiter ausgebaut. Auch im Bereich der Gottesdienste sind die Gemeinden schon länger gemeinsam unterwegs. Dazu gibt es ab Januar ein neues Konzept, das für ein Jahr erprobt werden soll.

Das Ziel ist es, unter den veränderten Bedingungen ein attraktives, flächendeckendes und klar strukturiertes Angebot an Gottesdiensten zu gewährleisten.

Und so soll es ab Januar 2024 aussehen: Jeder Sonntag des Monats hat sein eigenes Profil, das sich dann jeden Monat wiederholt:

  1. Sonntag: Gottesdienste in der Reformierten Kirche und in der Kirche Remlingrade
  2. Sonntag: ein gemeinsamer Gottesdienst im Stadtgebiet, abwechselnd Reformierte Kirche und Lutherische Kirche
  3. Sonntag: Gottesdienste in der Lutherischen Kirche und in der Kirche Dahlerau
  4. Sonntag: ein gemeinsamer Gottesdienst in den Wupperorten, abwechselnd in Remlingrade und Dahlerau. Außerdem ein Familiengottesdienst im Paul-Gerhardt-Haus (nicht in den Ferien).
  5. Sonntag (4x jährlich): Gemeinsamer Gottesdienst in einer der vier Kirchen

Auch in anderen Bereichen der Gemeindearbeit gehen die Gemeinden in den nächsten Monaten Schritte aufeinander zu. Die Mitglieder der Bauausschüsse haben sich bereits zusammengesetzt und den Gebäudebestand der Gemeinden in den Blick genommen, mit dem Ziel zu sichten, was die Gemeinden haben und was sie langfristig benötigen werden. Ein weiteres Beispiel sind die Besuchsdienstkreise. Sie haben beschlossen als Zeichen der Zusammengehörigkeit im kommenden Jahr eine gemeinsame Geburtstagskarte an die Jubilare zu versenden, auf der alle vier Kirchen abgebildet sind.

Es sind kleine, aber viele Schritte, die im Moment aufeinander zu gegangen werden. Die Steuerungsgruppe, die diese Prozesse anstößt und begleitet, hat sich vorgenommen in Zukunft bei den gemeinsamen Gottesdiensten Informationen über den Fortgang des Prozesses weiterzugeben, um die Gemeindeglieder auf den spannenden Weg des Zusammenschlusses mitzunehmen.

Die pfarramtliche Verbindung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Fusion und bedeutsam für das Leben der Gemeinden. Ein guter Grund, sie nicht nur vertraglich zu beschließen, sondern auch in einem gemeinsamen Gottesdienst am 14. Januar 2024, um 10 Uhr in der reformierten Kirche zu feiern.